Schloss Otting
Am Ortsrand von Otting, im Nördlinger Ries (Landkreis Donau-Ries), findet man inmitten einer wunderschönen Landschaft in leicht erhöhter Lage das über 400 Jahre alte Schloss Otting.
Die zweigeschossige Anlage des Schlosses wurde im Jahre 1610 neben einer alten Burgruine im Ort Otting gebaut, die im 11. und 12. Jahrhundert errichtet, zunächst von angesehenen Rittern bewohnt, dann aber später zerstört worden war. Nach der Erbauung befand sich das Schloss im Besitz mehrerer Adelsfamilien, z.B. den Stauffenbergs, von Freybergs und von Westernachs. Im Jahre 1816 fiel das Schloss in den Besitz des Halbbruders von König Maximilian I. von Bayern - dem Freiherrn Friedrich von Schönfeld. Das war aber noch lange nicht das Ende des munteren Eigentümerwechsels, denn in den folgenden Jahren folgten noch viele andere Schlossbesitzer.
Erwähnenswert bezüglich der Geschichte des Schlosses ist noch, dass die dazugehörige Schlosskapelle "Mater dolorosa" (dt. schmerzhafte Mutter), die im 18.Jahrhundert erbaut wurde, ein Jahrhundert später zu einer der wichtigsten Wallfahrtskirchen in Schwaben wurde. Sie befindet sich heute im Eigentum der Pfarrei Otting und wappengeschmückte Grabsteine erinnern an die damaligen Zeiten und die alten Besitzer.
Der ständige Besitzerwechsel ging auch im 20. Jahrhundert rege weiter und das Schlossgebäude verfiel mit der Zeit immer mehr. Nach einem umfangreichen Sanierung in den 80er und 90er Jahren wurde es schließlich mit Schloß-Cafe und Gästehaus zu einem beliebten Ziel für Touristen, die auf der dazugehörigen Terasse einen einzigartigen Blick über den angrenzenden See und die sanft hügelige Landschaft genießen konnten.
Seit 2009 ist das Café allerdings geschlossen und es werden keine Ferienwohnungen mehr vermietet. Die Außenmauern des Schlosses sind mittlerweile vom Einsturz bedroht.













